„Mein BERLIN“ #3 – Warum dein Berlin nicht mein Berlin ist | Why my Berlin not your Berlin is.

„Mein BERLIN“ #3 !

self-35Heute läuten wir die dritte Runde unserer „Mein Berlin“-Serie ein! Mit einem Gastbeitrag von Electrofairy. Electrofairy, 26 Jahre alt und in Berlin geboren. Ja wirklich, in Berlin geboren und wohnt auch noch hier. Verrückt! Eigentlich sind so Ur-Berliner doch ausgestorben, oder? Es gibt sie aber tatsächlich noch, ein Glück! Auf Electrofairy.de bloggt sie seit 2008 über dieses und jenes und beschäftigt sich hauptsächlich mit Fotografie und probiert sich neuerdings an Youtube-Videos.

Electrofairy, 26 years old and born in Berlin. Yes really – born in Berlin and still living here. Crazy, isn’t it?! Actually, so the rumors, real Berliner are about to extinct huh? But here I am – lucky you!;) Since 2008 I am blogging on me website Electrofairy about this and that, but mainly it deals with photography. Recently i started to create Youtube videos.

Hallo ihr Lieben! | Hey mates!

Heute geht es um eine Stadt… besser: um meine Stadt und zwar: Berlin. Ich bin in Berlin geboren, lebte für einige Zeit in Berlin und dann so ein Stückchen südlich davon und jetzt wieder direkt in Berlin – auch im Süden.

Today it’s about a city … to be exact: my city, namely: Berlin. I was born in Berlin, lived for some time in Berlin and then a while outside in the south of it and now again directly in Berlin – also in the south.

151114-mein-berlin-23    151114-mein-berlin-21   151114-mein-berlin-20    151114-mein-berlin-9 151114-mein-berlin-11Und genau darum soll es nämlich in diesem Beitrag geben: Den Süden von Berlin! Die Perle quasi! Haha 😀 Das ist genau der Grund wieso dein Berlin nicht mein Berlin ist. Sehr wenige wohnen im Süden oder kennen den Süden so wirklich. Wenn man von Berlin redet, dann denkt man direkt an die Mauer, das Brandenburger Tor und dann Friedrichshain, Kreuzberg. Coole Clubs und Kieze. Niedliche Straßencafés und Second Hand Laden. Der 5. Döner Laden bzw. eher Schawarma Imbiss.

Das ist nicht mein Berlin. Mein Berlin ist nicht das Wegbier vom Späti oder die Massen am S-Bhf Warschauer Straße und die coolen Kids vom Berghain. Mein Berlin sieht da ganz anders aus. Es hat Villen neben Mietblocks aus den 50er Jahren. Es hat gepflasterte Gehwege mit ganz kleinen Pflastersteinchen, wobei die Wege ganz krumpelig sind durch die Wurzeln der Bäume, die jede Straße säumen.

And that’s what it is going to be about in this post: the south of Berlin! The gem quasi!:D This is also precisely the reason why your Berlin is not my Berlin. Very few newcomers live in the South or barely visit it. When we speak of Berlin, you associate it with the Wall, the Brandenburg Gate and then Friedrichshain or Kreuzberg. Cool clubs and hip neighbourhoods. Cute street cafés and second-hand shop. The 5th Kebab or more shawarma snacks around the corner.

That’s not my Berlin. My Berlin is not the take-away-beer from a late night 24/7 alcohol shop or the masses around the S-Bahn station Warschauer Straße and the cool kids from Berghain. My Berlin is quite different. It has villas next to industrialized apartment blocks from the 50s. It has paved walkways out of tiny cobblestones, where the streets are bumpy due to the tree roots lining each street.

Mein Berlin hat Straßenlampen, die noch aussehen wie alte Gaslaternen. |
My Berlin streetlamps that still look like old gas lanterns.

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Und Feuermelder in rot mitten neben Springbrunnen& mit Metall eingezäunten Gärten. Mein Berlin ist ziemlich ruhig und gemütlich wobei das höchste der Shopping-Gefühle noch Zehlendorf ist, mit Butter Lindner und einem Feinkostladen für Schokolade. Hier fährt man mit Fahrrad, aber vor allem mit teuren Autos und bringt seine Kinder in den Rohrgarten oder zu den Wespen.

And street alarm boxes in red, next to fountains and gardens fenced with metal. My Berlin is fairly quiet and cozy and the ultimate shopping feelings in Zehlendorf are still Butter Lindner (a premium bakery) and a deli for chocolate. Here you go by bike, but especially with expensive cars that bring children to the Rohrgarten (primary school), or to the wasps (sports club).

Tja, da müsste man schon in Zehlendorf aufgewachsen sein, um zu verstehen, was damit gemeint ist. Manchmal ist mir dieses Berlin auch ein bisschen zu versnobt. Wenn es sich quer stellt und nicht zu günstigen Kinderferienlagern in Mecklenburg Vorpommern fahren will, sondern es Österreich zur Hauptsaison sein muss. Oder wenn man bestimmte Kleidung haben sollte, um dazu zu gehören. Dann gefällt mir dieser Süden nicht sooooo gut.

Wenn ich dann aber die Nase in die Luft recke und den Geruch von frisch gemähter Wiese und der Brise vom Wannsee einatme… dann gefällt mir mein Berlin wieder ganz gut. Auf jeden Fall ein bisschen besser als der Graffiti-besprühte Hauseingang mit leichten Urin-Geruch, den man sonst so mit Berlin assoziiert 😉

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Well, there would have to be grown up in Zehlendorf, in order to understand what it means to be from here. Sometimes this Berlin is also for me a bit too snobby. If you for example should wear certain clothes to belong to“society“. Then I do not like this south sooooo much.

But when I stretch out the nose into the air and breathe in the smell of freshly new-mown grass and the breeze from the Wannsee (famouse lake in the south) … then I like my Berlin again quite well. Definitely better than the graffiti-sprayed house entrance with a slight urine odor, which you associated with Berlin;)

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Sandra Barkowski

Sandra Barkowski

Geboren in Warschau, mit der polnischen und deutschen Kultur aufgewachsen, lebe ich mit meiner kleinen Familie in Berlin. Zwischen Sandkasten, Spielzeug-Autos und Job, werde ich euch über die aktuellen Lifestyle-Trends aus Berlin und der Food-Szene berichten.
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